Fixzinsbindungen

Nach Öl-Crash – Zinsen im freien Fall

Die Zinsen hängen von der Inflationsrate ab. Damit positive Realzinsen erzielt werden, sollte der Zinssatz höher sein als die Inflationsrate. Mit sinkender Inflation besteht auch ein Spielraum für rückläufige Zinsen – und das ist gut für Kreditnehmer. Der geläufige Indikator für variabel verzinste Kredite, der 3-Monats-Euribor, ging bereits auf ca. 0,16 % zurück und der für 10jährige Fixzinsbindungen relevante 10Jahres-EUR-Swapzinssatz ist seit Jahresende 2015 um 27 Basispunkte auf 0,73% gesunken! Immerhin wird der jüngste Ölcrash die „Teuerung“ im Euroraum um ca. 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte dämpfen. Der Ölpreis ist nämlich der wichtigste Inflations-Einflussfaktor und ist vorübergehend binnen eines Monats um weitere 17% gesunken. Gleichzeitig schwächt die wichtige Importwährung US-Dollar ab. Das verbilligt Importe noch zusätzlich. Das dämpft die Inflation, und schon alleine die Erwartung teils negativer Inflationsraten in den kommenden Monaten führt vor allem am langen Ende zu rückläufigen Zinssätzen. Das ist gut für neue langjährige Fixzinsbindungen auf 10 bis 20 Jahre.

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